Eine kurze Analyse zu den Unterschieden von Google+ und Facebook von mir kann hier als News nachgelesen werden.
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psv marketing vor Ort: Kongress der Deutschen Fachpresse in Wiesbaden
Veränderungsprozesse als Chance oder Blindflug ins Ungewisse? Der schnelle Wandel zur digitalen Medienwelt ist auch bei Verlagen nicht erst seit gestern im vollen Gang. Beim Kongress der deutschen Fachpresse im Wiesbadener Kurhaus begaben sich Referenten und Teilnehmer am 24. und 25. Mai nochmal auf die Suche nach dem richtigen Kurs: Print oder online? Content – Freiwild oder behüteter Wert? Facebook-Fanpages, twitter-Kommunikation und Xing-Gruppen – klar ein Service-Muss. Mobile Angebote? Ja schon. Aber lieber Apple oder Android? App oder Mobile Website? Konsens: Wohin die Reise geht und welche Segel gesetzt werden müssen, will gut geplant sein. Gut beraten ist wer dabei den Anschluss nicht verpasst und weiter auf Erfolgskurs bleibt statt die Segel streichen zu müssen.
Mehr als 40 Gastredner zeigten in ihren Vorträgen auf, was heute möglich ist und was in Zukunft zu erwarten sein wird. 90% der Fachverlage haben das Internet schon längst für sich entdeckt und sind aktiv online tätig – mit unterschiedlichsten Angeboten, wie direkter Leserbetreuung in der Facebook-Community. Das Alte komplett loszulassen, um die Hände für Neues frei zu haben ist sicherlich nicht der Kardinalsweg. Das Printgeschäft ist nach wie vor ein sicheres Standbein und das nachhaltig gewachsene Vertrauen in die hochwertig journalistisch betreuten Magazine ein unbezahlbarer Wert. Man muss sich jedoch darauf konzentrieren voraus zu denken – und zu planen. Das gilt nicht nur für Verlage.
Für den Online-Bereich wies der Kongress mögliche Wege und gab wichtige Impulse. Letztendlich, so auch der Tipp vortragender Spezialisten, ist fundiertes Know-how erforderlich. Nicht alles kann und sollte allein gestemmt werden. Insbesondere im Social Media-Bereich ist Erfahrung, Sensibilität und Wissen gefragt.
Trotz dem flauen Gefühl was die scheinbar unüberschaubaren Online-Möglichkeiten für die Zukunft bringen, hatten die Fachverlage allen Grund sich mit den Auszeichnungen Fachjournalist und Fachmedium des Jahres selbst zu feiern. Denn die Qualität stimmt. Sie muss nur mitgenommen werden, ohne sich dabei zu verzetteln. “Den Wandel nutzen – Geschäfte ausbauen”, das Motto des Fachpresse-Kongresses gibt die Richtung für den Erfolg vor, wie aus (noch mehr) Fachverlagen Informationsdienstleister werden: Eben nicht nur auf den eigenen Kompetenzen hocken bleiben, sondern ihnen mit kompetenter Unterstützung neue Freiräume bieten.
Stefan Köhler