Eine konsequente Markenführung kann einem Unternehmen gerade in Zeiten der Globalisierung und der Wirtschaftskrise helfen, seine Marktposition auszubauen.
Regionale und globale Marken
Unter einer Marke verstehen die meisten Menschen zunächst einmal bekannte, großen Unternehmen, die zumeist weltweit tätig sind. Nivea, Coca Cola oder die Lufthansa sind häufig genannte Marken, die als Beispiele für eine besonders gelungene Markenführung dienen. Natürlich ist es für internationale Firmen wichtig, in allen Ländern einen einheitlichen Markenauftritt zu gestalten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Kunden des Unternehmens erkennen die Marken weltweit wieder, was zu Vertrauen und einer Kundenbindung führt. Darüber hinaus ist es auch deutlich kostengünstiger, einen einheitlichen Auftritt zu gestalten und umzusetzen als viele verschiedene.
Aber Marken müssen nicht weltweit verbreitet sein, um erfolgreich zu sein. Der Bäcker, der bei Ihnen um die Ecke sein Geschäft betreibt, in dem er frische Bio-Brötchen und Backwaren verkauft, kann sich ebenfalls als lokale Marke etablieren. Jeder Handwerker sollte sich, sein Angebot und seine Arbeit als Marke verstehen. Neben der optischen Abhebung von seinen Konkurrenten, die zum Beispiel durch ein Logo erfolgt, muss er seinen potentiellen Kunden auch deutlich machen, welche besonderen Vorteile seine Arbeitsleistung bietet. Indem er dies macht, wird er einzigartig –also eine lokale Marke.
Markenführung im B2B
Ein Bereich, in dem die Führung von Marken oftmals vernachlässigt wird, ist das B2B-Geschäft. Viele Unternehmen, die nicht an Endverbraucher sondern ausschließlich an andere Firmen verkaufen, sehen die Pflege Ihrer Marken nicht als oberste Priorität an. Dies drückt sich dann häufig in veralteten Internetauftritten, Visitenkarten, die optisch nicht zum Briefpapier passen, oder nicht vorhandenen Informationsbroschüren aus. Natürlich ist es für Unternehmen im B2B-Bereich primär entscheidend, die richtigen, passgenauen Produkte für Ihre Geschäftskunden zu produzieren, aber eine starke Marke kann dabei helfen, der Firma ein positives Image zu verleihen und sie noch stärker im Gedächtnis ihrer Kunden zu verankern. Nur wer einzigartig und kompetent ist, wird nicht verwechselt oder vergessen.
Markenführung in der Praxis
Viele kleinere Firmen wissen oftmals nicht, wo sie bei der Markenführung beginnen und wie sie sie konsequent umsetzen sollen. Ein entsprechender Marketing-Plan, der zum Beispiel für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren aufgestellt wird, kann hierbei helfen. Wenn das entsprechende Marketing-Know-How im Unternehmen fehlt, können auch externe Agenturen dabei helfen, Marken erfolgreich zu positionieren.
Damit stets ein einheitlicher Auftritt in allen Märkten, allen Medien und allen Kommunikationskanälen gewährleistet ist, ist die Erarbeitung einer Corporate Identity (CI) inklusive des Corporate Designs (CD) ein wichtiger erster Schritt. In diesem Markenhandbuch wird festgelegt, wie die verschiedenen externen Werbemittel aber auch die internen Kommunikationsmittel wie Briefpapier, Visitenkarten oder Leuchtlogos an Fabrikwänden auszusehen haben. Die erste, grundlegende Erarbeitung der CI ist relativ zeitaufwändig und mühsam, da viele Details festgelegt und definiert werden müssen. In der weiteren Markenarbeit jedoch zahlt sich diese Investition aus. Nicht nur bekommen Marken einen einheitlichen Auftritt, der immer und überall dem gewünschten Image entspricht, sondern bei der Ausgestaltung der verschiedenen Kommunikationsmittel wird auch viel Zeit gespart, da bereits klare Gestaltungsvorgaben bestehen und Grafiker oder Werbeagenturen nicht bei jedem Werbemittel neue Kreativansätze entwickeln müssen.